Der Winter ist in vollem Gange, aber die Heizkörper geben kaum Wärme ab? Viele kennen diese Situation: In der Wohnung ist es kühl, aber die Heiz- und Stromrechnungen steigen immer weiter. Zusätzliche Heizgeräte anzuschalten ist teuer und nicht immer sicher.
Aber verzweifeln Sie nicht und ziehen Sie sich nicht drei Pullover über. Es gibt viele einfache und vor allem kostengünstige Möglichkeiten, Ihr Zuhause wärmer zu machen. Oft liegt das Problem nicht in der Temperatur der Heizkörper, sondern darin, dass die kostbare Wärme einfach aus den Räumen entweicht.
In diesem Artikel haben wir fünf praktische Tipps zusammengestellt, die Ihnen helfen, Wärme zu sparen, ohne unnötig Strom zu verbrauchen. Diese Methoden haben sich bewährt und erfordern keine großen Investitionen, aber Sie werden sehr schnell Ergebnisse sehen.
- Methode 1: Verschließen Sie alle Fugen – und es wird sofort wärmer
- Methode 2: Folie hinter dem Heizkörper wirkt Wunder
- Methode 3: Textilien halten die Wärme besser als jeder Heizkörper.
- Methode vier: Steuern Sie die Luftbewegung
- Methode 5: Verwenden Sie Haushaltsgeräte als Heizgeräte
- Was Sie auf keinen Fall tun sollten
Methode 1: Verschließen Sie alle Fugen – und es wird sofort wärmer
Durch Ritzen in Türen und Fenstern gehen bis zu 20-30 % der Wärme verloren. Stellen Sie sich vor: Sie heizen die Straße und nicht Ihre Wohnung. Durch Glas und Türöffnungen gehen bis zu 15 % der Wärme verloren. Insgesamt geht fast die Hälfte Ihrer wertvollen Wärme ins Leere.
Fenster sind der größte Feind. Selbst Kunststofffenster verlieren mit der Zeit ihre Dichtigkeit. Die Dichtungen trocknen aus, die Flügel sacken ab, es entstehen Mikrorisse. Das lässt sich ganz einfach überprüfen: Zünden Sie eine Kerze an und halten Sie sie an den Rahmen. Flackert die Flamme? Dann ist ein Luftzug vorhanden.
Was zu tun ist: Kaufen Sie eine selbstklebende Dichtung in einem Baumarkt. Sie kostet 100 bis 200 Rubel pro Rolle und lässt sich in fünf Minuten ankleben. Kleben Sie sie entlang des gesamten Umfangs der Türflügel auf – und die Spalten verschwinden.
Bei alten Holzfenstern funktioniert die altbewährte Methode: Watte plus Malerkreppband. Ja, das sieht nicht schön aus. Aber es funktioniert. Das Wichtigste ist, daran zu denken, dass man das alles im Sommer wieder abreißen muss.
Die Eingangstür ist die zweite Front. Die Kälte dringt von unten, aus dem Treppenhaus, ein. Besonders wenn die Fenster der Nachbarn offen sind. Überprüfen Sie die Schwelle: Wenn Sie Licht sehen oder Luftbewegung spüren, ist das ein Problem.
Lösung: eine Dichtung für die Schwelle. Diese ist in jedem Baumarkt erhältlich und wird mit Schrauben oder Kleber befestigt. Sie kostet 300 bis 500 Rubel und hat eine sofortige Wirkung. Eine weitere Option ist ein schwerer Vorhang an der Eingangstür. Dieser bildet ein Luftpolster, das die Kälte abhält.
Balkontür. Wenn der Balkon nicht isoliert ist, ist das ein riesiges Loch in Ihrer Wärmedämmung. Balkontüren schließen in der Regel nicht dicht, besonders wenn sie alt sind.
Was funktioniert: eine Türdichtung, ein dichter Vorhang bis zum Boden. Ideal ist ein schwerer Vorhang, der von der Decke hängt und keine Luft von unten durchlässt.
Ergebnis: Nachdem alle Spalten beseitigt sind, steigt die Temperatur in der Wohnung um 2-3 Grad. Ohne Heizgeräte, ohne Stromkosten. Sie heizen einfach nicht mehr die Straße.
Manchmal sind die Heizkörper kaum warm, und in der Wohnung ist es trotzdem kalt, besonders wenn die Heizkosten steigen. Heizgeräte einzuschalten ist teuer und nicht immer sicher. Aber es gibt einfache und kostengünstige Möglichkeiten, das Haus ohne sie wärmer zu machen: Entfernen Sie Vorhänge und Möbel, die die Heizkörper behindern, dämmen Sie die Spalten in den Fenstern, schließen Sie die Türen, damit keine Luft entweicht, hängen Sie dichte Vorhänge auf und legen Sie Teppiche auf den Boden. Diese kleinen Maßnahmen erhöhen die Wärme spürbar und sparen Geld – manchmal sogar ohne Anruf bei der Verwaltungsgesellschaft.
Methode 2: Folie hinter dem Heizkörper wirkt Wunder
Heizkörper erwärmen nicht nur die Luft vor sich, sondern auch die Wand hinter sich. Und die Wand ist dicker Beton, der zur Straße hinausgeht. Das bedeutet, dass Sie nicht Ihre Wohnung heizen, sondern die Fassade des Hauses.
So funktioniert es.
Die Wärme der Heizung verteilt sich in alle Richtungen. Ein Teil davon geht in den Raum, ein Teil in die Wand. Die Wand erwärmt sich und gibt die Wärme an die Straße ab. Die Verluste können bis zu 20-25 % der gesamten Wärmeabgabe der Heizung betragen.
Die Lösung ist einfach: Installieren Sie einen wärmereflektierenden Schirm. Eine Folie (Schaumfolie, Isolierfolie) wird an der Wand hinter dem Heizkörper befestigt. Die Folie reflektiert die Infrarotstrahlung zurück in den Raum. Die Wand erwärmt sich nicht mehr, die gesamte Wärme geht in den Raum.
So wird es angebracht:
Kaufen Sie in einem Baumarkt 3–5 mm dickes Schaumstofffolienmaterial mit folienbeschichteter Oberfläche. Es kostet 50–70 Rubel pro Laufmeter. Schneiden Sie ihn auf die Größe des Heizkörpers zu (etwas größer, damit er an den Rändern übersteht). Befestigen Sie ihn mit doppelseitigem Klebeband oder Flüssignägeln an der Wand hinter dem Heizkörper. Die folienbeschichtete Seite muss zum Raum zeigen.
Wirkung.
Die Heizung beginnt um 20-25 % effizienter zu heizen. Das ist so, als hätten die Versorgungsunternehmen die Temperatur des Wärmeträgers erhöht, aber kostenlos. Der Raum wird spürbar wärmer, insbesondere wenn die Heizkörper ursprünglich nur leicht warm waren.
Wichtig: Der Vorhang darf die Heizung nicht berühren. Es muss ein Abstand von 2-3 cm für die Luftzirkulation vorhanden sein. Andernfalls ist die Wirkung geringer.
Methode 3: Textilien halten die Wärme besser als jeder Heizkörper.
Dichte Stoffe sind eine natürliche Wärmeisolierung. Teppiche, Vorhänge, Decken, Überwürfe – all das wirkt wie eine Barriere zwischen Ihnen und kalten Oberflächen.
Teppiche auf dem Boden.
Der Boden ist eine der kältesten Oberflächen in der Wohnung. Eine Betonplatte, darunter ein Keller oder eine fremde Wohnung, in der es ebenfalls kalt sein kann. Barfuß läuft man nicht auf einem solchen Boden.
Ein Teppich bildet eine Luftschicht zwischen Ihnen und dem kalten Boden. Je dicker der Teppich, desto wärmer. Selbst ein kleiner Teppich von 2 mal 3 Metern verändert das Gefühl spürbar. Die Füße frieren nicht mehr, im Raum ist es subjektiv wärmer.
Wenn Sie keinen großen Teppich haben, legen Sie zumindest einen kleinen neben das Sofa oder das Bett. Der Bereich, in dem Sie die meiste Zeit verbringen, wird dadurch gemütlicher.
Vorhänge an den Fenstern.
Fenster sind kalte Oberflächen. Selbst Doppelverglasungen lassen Kälte durch. Dichte Vorhänge bilden ein Luftpolster zwischen Fenster und Raum.
Am besten eignen sich schwere Vorhänge aus dichtem Stoff. Ideal sind Verdunkelungsvorhänge oder Vorhangstoffe mit Futter. Solche Vorhänge schützen nicht nur vor Kälte, sondern blockieren auch Zugluft.
Hängen Sie Vorhänge von der Decke bis zum Boden auf, damit sie das Fenster vollständig verdecken. Tagsüber können Sie sie auseinanderziehen, abends sollten Sie sie unbedingt schließen. Nachts, wenn es draußen besonders kalt ist, fungieren Vorhänge als zusätzliche Wand.
Decken und Überwürfe.
Dichte Textilien auf Sofa, Sessel und Bett sorgen für Gemütlichkeit und Wärme. Frottee, Strick und Fleece speichern die Körperwärme lange.
Decken Sie das Sofa mit einer Decke und das Bett mit einem warmen Überwurf ab. Wenn Sie sich hinsetzen oder hinlegen, wickeln Sie sich ein. Der Körper erwärmt den Stoff, der Stoff speichert die Wärme – und Ihnen ist warm, auch wenn es im Raum nur +17 °C hat.
Das Ergebnis: ttextilien erhöhen die Temperatur im Raum subjektiv um 2-3 Grad, aber tatsächlich helfen sie, die Wärme zu speichern und nicht zu verschwenden. Sie sind kein Ersatz für die Heizung, aber eine hervorragende Ergänzung.
Methode vier: Steuern Sie die Luftbewegung
Warme Luft ist leichter als kalte und steigt daher zur Decke auf. Kalte Luft sinkt nach unten. Das Ergebnis ist eine Temperatur von +22 °C an der Decke und +15 °C am Boden. Sie sitzen in einem kalten Bereich, während die Wärme nutzlos oben verbleibt.
Schließen Sie die Türen.
Wenn Sie mehrere Zimmer haben, müssen Sie nicht die ganze Wohnung gleichmäßig heizen. Schließen Sie die Türen zu den Räumen, in denen sich gerade niemand aufhält. Ist das Schlafzimmer tagsüber leer? Schließen Sie die Tür. Wird die Küche nicht genutzt? Schließen Sie sie.
So schaffen Sie Wärmezonen. Der Hauptraum (das Wohnzimmer, in dem Sie den Tag verbringen) heizt sich schneller auf und hält die Wärme besser. Es ist nicht notwendig, die gesamte Wohnung zu heizen – es reicht aus, einen Raum zu heizen.
Ausnahme: Badezimmer.
Wenn das Haus über eine Warmwasserversorgung verfügt, gibt es auch ohne Heizung in der Wohnung immer einen funktionierenden Heizkörper – den Handtuchwärmer. Halten Sie daher die Badezimmertür offen (sofern natürlich niemand gerade duscht). Die warme Luft aus dem Badezimmer verteilt sich dann in der gesamten Wohnung.
Eine weitere Möglichkeit: Füllen Sie die Badewanne mit heißem Wasser und lassen Sie die Tür offen. Das Wasser kühlt langsam ab und gibt dabei Wärme an die Luft ab. Diese Methode ist allerdings umstritten, da der Warmwasserzähler läuft und die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung steigt. In Notfällen funktioniert sie jedoch.
Deckenventilator.
Es klingt seltsam, aber ein Deckenventilator im Winter ist keine Unsinn. Er mischt die Luft: Warme Luft sinkt nach unten, kalte steigt nach oben. Dadurch gleicht sich die Temperatur über die gesamte Raumhöhe aus.
Wenn Sie keinen Deckenventilator haben, können Sie einen normalen Standventilator verwenden. Stellen Sie ihn so auf, dass er in einem Winkel nach oben bläst. Die Luft wird verwirbelt und die Temperatur wird gleichmäßiger.
Schließen Sie die Lüftung (vorübergehend).
Durch die Lüftungsöffnungen im Badezimmer und in der Küche entweicht die warme Luft und wird durch kalte Luft aus dem gemeinsamen Schacht ersetzt. Wenn Sie die Lüftung schließen, verringert sich der Wärmeverlust.
Aber Achtung: Dies ist nur vorübergehend möglich. Ohne Lüftung wird der Luftaustausch in der Wohnung gestört, es entsteht ein unangenehmer Geruch und es kann Schimmel entstehen. Schließen Sie die Lüftung daher höchstens für einige Stunden, wenn es besonders kalt ist. Öffnen Sie sie anschließend unbedingt wieder und lüften Sie.
Methode 5: Verwenden Sie Haushaltsgeräte als Heizgeräte
Jedes Gerät, das Strom verbraucht, gibt Wärme ab. Glühbirnen, Computer, Backöfen – all das erwärmt die Luft. Bei richtiger Anwendung kann man die Temperatur um 1-2 Grad erhöhen, ohne einen Heizkörper kaufen zu müssen.
Glühlampen.
LED-Lampen sparen Strom, geben aber keine Wärme ab. Klassische Glühlampen hingegen geben bis zu 95 % ihrer Energie in Form von Wärme ab. Eine 100-Watt-Glühlampe ist ein kleiner Heizkörper.
Wenn Sie alte Leuchten mit Glühlampen haben, sollten Sie diese nicht voreilig durch LEDs ersetzen. Im Winter dienen sie als zusätzliche Wärmequelle. Schalten Sie alle Kronleuchter, Stehlampen und Wandleuchten ein, und schon wird es im Raum wärmer.
Computer und Laptop.
Ein Laptop unter Belastung (Spiele, Videobearbeitung, anspruchsvolle Programme) erwärmt sich erheblich. Das Kühlsystem leitet die warme Luft nach außen ab. So kann die Luft im Umkreis von ein bis zwei Metern um den Computer erwärmt werden.
Ein Desktop-PC erwärmt sich noch stärker. Eine leistungsstarke Grafikkarte, ein Prozessor – all das sind Wärmequellen. Stellen Sie den Systemblock in die Nähe Ihres Sitzplatzes, dann wird es Ihnen wärmer sein.
Backofen.
Wenn Sie einen Gas- oder Elektroherd haben, nutzen Sie ihn öfter zum Kochen. Ein laufender Herd heizt die Küche sehr schnell auf. Lassen Sie nach dem Kochen die Tür einen Spalt offen, damit die warme Luft in den Raum entweichen kann.
Achtung: Schalten Sie den Backofen nicht einfach nur zum Heizen ein. Das ist gefährlich (insbesondere bei Gasherden) und unwirtschaftlich. Wenn Sie jedoch kochen, nutzen Sie die Wärme optimal.
Staubsauger und Föhn.
Seltsam, aber wahr: Ein laufender Staubsauger gibt warme Luft aus der Rückseite des Gehäuses ab. Die Temperatur steigt um 0,5 bis 1,5 Grad. Ein leistungsstarker Föhn funktioniert ebenfalls wie ein Mini-Heizgerät für einen bestimmten Bereich.
Das ist natürlich kein vollwertiger Ersatz für eine Heizung. Aber wenn Sie einen kleinen Raum schnell aufheizen müssen (z. B. das Badezimmer vor dem Duschen), können Sie diese Methoden anwenden.
Was Sie auf keinen Fall tun sollten
Einige Heizmethoden sind nicht nur nutzlos, sondern auch gefährlich.
- Schalten Sie die Kochplatten Ihres Gasherds nicht zum Heizen ein. Das ist der direkte Weg zu einer Kohlenmonoxidvergiftung. Ein Gasherd ist nicht zum Heizen gedacht. Die Verbrennungsprodukte müssen über die Dunstabzugshaube abgeführt werden und dürfen sich nicht im Raum ansammeln.
- Verwenden Sie keine Kerzen als Heizquelle. Ein Dutzend Kerzen auf dem Tisch sehen zwar schön aus, sind aber ineffizient und brandgefährlich. Sie geben nur wenig Wärme ab, aber das Brandrisiko ist hoch.
- Überlasten Sie das Stromnetz nicht. Wenn Sie drei Heizgeräte an eine Steckdose anschließen, kann die Verkabelung überlastet werden. Dies gilt insbesondere für ältere Häuser, in denen die Verkabelung für geringere Belastungen ausgelegt ist.

Wie Sie sehen, haben wir auch dann, wenn die Zentralheizung versagt, Möglichkeiten, die Temperatur in der Wohnung zu beeinflussen. Das Wichtigste ist, das Problem ganzheitlich anzugehen: nicht einfach nur die Ritzen zu verstopfen, sondern das, was bereits vorhanden ist, sinnvoll zu nutzen.
Diese Methoden erfordern keine großen Investitionen, aber ihre Wirkung werden Sie ziemlich schnell spüren. Die Wärme entweicht nicht mehr nach draußen, und Sonnenlicht und Haushaltsgeräte werden zu Ihren Helfern.
Versuchen Sie, auch nur ein paar Punkte aus der Liste umzusetzen. Eine gemütliche Atmosphäre zu Hause ist oft das Ergebnis kleiner, aber richtiger Maßnahmen. Und das Schönste daran ist, dass sie nicht nur helfen, sich zu wärmen, sondern auch ein wenig zu sparen, wenn man die Zahlen auf der nächsten Rechnung sieht.









